EVF erkämpft sich 4:2-Sieg in Lindau und wahrt seine Playoff-Chancen

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Dank zweier starker Drittel und eines großen Abwehrkampfes im dritten entführte der EVF mit einem 4:2 (0:1, 3:0, 1:1) alle drei Zähler vom Bodensee. Obwohl erneut zehn Spieler ausfielen, machte das junge Team seine Sache gut und wartete mit einer konzentrierten Vorstellung auf. Durch den Erfolg hat der Eissportverein den zehnten Platz noch nicht aus den Augen verloren.

Schmeichelhafte Führung für Lindau nach dem ersten Abschnitt. Der EVF war über weite Strecken die tonangebende Mannschaft, hatte viele Torchancen, lag aber durch einen Fehlpass im eigenen Drittel mit 0:1 in Rückstand. Gleich zwei Überzahlspiele hatte das schwarz-gelbe Team in der Anfangsphase, konnte jedoch mehrere gute Möglichkeiten nicht unterbringen. Dazwischen ging auch noch ein Schuss an den Außenpfosten. Erst nach zehn Minuten hatten auch die Gastgeber einige Torabschlüsse, insgesamt durften sie sich gleich dreimal im Powerplay versuchen. Hier hatte aber Hops eine gute Unterzahlchance, wieder komplett packte Goalie Di Berardo den großen Fanghandsave gegen Marc Besl aus. Corvin Wucher konnte in der 17. Minute dann frei vor dem Tor zum 1:0 einschießen. In der Schlussphase hatte Samuel Payeur noch zwei riesige Unterzahlmöglichkeiten nach schweren Lindauer Fehlern in der eigenen Zone. Der Kanadier brachte die Scheibe aber nicht über die Linie.

Das Mitteldrittel begann ähnlich. Besl scheiterte gleich an Di Berardo, Miller setzte nach einem Bully die Scheibe an den Innenpfosten. Der Ausgleichstreffer von Marc Besl nach viereinhalb Minuten war längst überfällig. Die Füssener nahmen den Schwung auch ins nächste Powerplay mit und konnten durch den vor dem Tor freigespielten Maximilian Dropmann erstmals in Führung gehen. Der Verteidiger war auch am nächsten erfolgreichen Abschluss beteiligt. Drei Minuten später bediente er von der blauen Linie aus Florian Stauder, der sich die Chance zum 1:3 nicht entgehen ließ. Der EVL nahm daraufhin eine Auszeit, der EVF blieb aber das gefährlichere Team. Ein Schuss von van der Linde, ein Alleingang von Miller, ein Überzahlspiel mit großen Chancen für Simon und Besl. Der vierte Treffer war nahe, allerdings musste Nicolas Jentsch Sekunden vor der Pausensirene im letzten Moment auch die Scheibe von der eigenen Torlinie kratzen.

Nach den überlegen geführten ersten vierzig Minuten kamen die Füssener im Schlussdrittel unter Druck. Zum einen zogen die mit kompletten vier Reihen angetretenen Islanders das Tempo an, zum anderen wanderten die Gäste immer wieder auf die Strafbank. Insgesamt musste der EVF im letzten Abschnitt sechseinhalb Minuten in Unterzahl agieren. Doch auch als Lindau immer dominanter wurde, verteidigte das Team mit seinem starken Torhüter Benedikt Hötzinger das Gehäuse mit allem was zur Verfügung stand. Lediglich in der 50. Minute fand Frederik Widen in Überzahl eine Lücke, wobei unklar war, ob die Scheibe überhaupt mit vollem Durchmesser die Linie überschritten hatte. Die letzten Wechsel waren eine einzige Abwehrschlacht, doch Hötzinger hielt einfach alles und Sam Payeur konterte in der Schlussminute zum 2:4 ins leere Lindauer Gehäuse. Der Füssener Kampf war belohnt worden. (MiL)