Eishockeykrimi in Erfurt

Eishockeykrimi in Erfurt

Bei diesem Eishockeyspiel hätte die Kartoffelhalle in Erfurt gestern im Schlussdrittel definitiv gebebt.

Die EXA IceFighters Leipzig waren bei den TecArt Black Dragons zu Gast und lieferten sich dort eine wahre Eishockeyschlacht, in der Sie am Ende mit einem Ergebnis von 4:5 als glückliche Gewinner das Eis verliesen. Robin Slanina lieferte vier der fünf Vorlagen für die Leipziger Tore, den Siegtreffer in Overtime erzielte hierbei Ur-Krostitzer Spielerpate Walther Klaus.

Beide Mannschaften kamen gut ins erste Drittel und spielten gute Chancen heraus. Doch für einen Treffer reichte es vorerst noch nicht. Beide Torhüter waren stets zur Stelle. Erst als Gulda zwei Minuten wegen Beinstellens absitzen musste konnte die Leipziger endlich Ihr Powerplay nutzen und Kapitän Eichelkraut brachte seine Mannschaft mit 0:1 in Führung. Kurz vor Ende des ersten Drittels gab es dann noch für insgesamt vier Spieler Strafen, doch diese waren gleich verteilt, so dass es zu keiner weiteren Unterzahlsituation kam und in die erste Drittelpause ging.

Das zweite Drittel brachte dann ausschließlich Tore auf Seiten der Erfurter. Leipzig schaffte es zwar immer wieder gefährlich nah vor den Kasten von Dragons-Torwart Kessler, kam jedoch nicht zum Abschluss. Die Thüringer trafen in der 22. Spielminute durch Schmid zum 1:1-Ausgleich und in der 32. Minute dann durch Bosas zum 2:1. Das sollte dann auch der Pausenstand sein.

Das letzte Drittel begann gut, doch dann bekam Alexander Zille eine Strafe wegen Ellenbogenchecks. Da ließen sich die Erfurter nicht zwei Mal bitten und trafen schließlich und erneut durch Bosas zum 3:1. Die letzten sieben Spielminuten liefen, das Spiel schien gedreht. Doch die Eiskämpfer wollten sich mit dem Rückstand nicht zufriedengeben und ab da begann der Eishockey-Krimi. Erfurt zog eine Strafe, Leipzig traf im Powerplay erneut durch Eichelkraut zum 3:2. Noch sechs Minuten.

Erfurts Geiseler zieht die nächste Strafe und Hannes Albrecht trifft in der 56. Spielminute zum 3:3 Ausgleich. Die Leipziger Bank tobt. Das Trainer-Gespann Gerike-Pohle dachte sicher schon über die Overtime nach. Doch dann klingelt es 53 Sekunden vor Drittelende erneut im Kasten von Glatzel. Leipzig zieht die Auszeit und nimmt den Torwart raus. Und dann passiert es, -„nein, kein Empty-Net“. Hannes Albrecht trifft auf Zuspiel von Robin Slanina 15 Sekunden vor Abpfiff tatsächlich erneut zum Ausgleich. Der Eishockeykrimi erreicht seinen Höhepunkt und Kapitän Eichelkraut zieht wenige Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit eine Strafe, sodass es mit 4 gegen 3 in die Overtime geht.

Leipzig wirft alles in die Waagschale und blockt die Schüsse der Erfurter. Und dann passiert es. Die Thüringer fahren wechseln und der finnische Verteidiger Walther Klaus luchst den Dragons den Puck ab, fährt im Alleingang auf Kesseler zu und trifft! Die Bande der IceFighters steht Kopf. Der fünfte Sieg in Folge perfekt! „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft, dass die in den letzten und entscheidenden Minuten nicht aufgehört haben zu kämpfen“, lobt Gerike seine Truppe.

Damit scheint der sechste und somit der letzte direkte Playoff-Platz nun doch wieder zum Greifen nah. Das Heimspiel am Sonntag gegen den direkten Tabellennachbarn, dem Herner EV wird entscheidend für die abschließende Platzierung der EXA IceFighter sein. Wir sind gespannt. Anbully am Sonntag ist um 17:00 Uhr. Das Spiel wird live auf Sprade.TV übertragen.