Eine einzigartige Vereinsgeschichte: IceFighters Leipzig feiern 10-jähriges Jubiläum!

Eine einzigartige Vereinsgeschichte: IceFighters Leipzig feiern 10-jähriges Jubiläum!

1710 Tore, 216 Siege, 82 Spieler, 8 Nationalitäten, 5 Trainer, 3 verschiedene Locations und 2 Meistertitel: Das sind 10 Jahre IceFighters Leipzig!

Die IceFighters Leipzig haben die wohl außergewöhnlichste Eishockeygeschichte:

Gegründet am 26.8.2010 stürzten sich drei eishockeyverrückte Geschäftsführer in eine ungewisse Zukunft. Das Ziel - Eishockey in Leipzig wieder zum Leben zu erwecken und in eine erfolgreiche Zukunft zu führen. Noch ahnte damals keiner, auf was für eine Achterbahnfahrt Sie sich da einlassen würden.
„Wir haben die IceFighters damals als eine Art Notlösung gegründet. Die Blue Lions waren insolvent, doch wir wollten das Eishockey in Leipzig nicht begraben“, erzählt uns André Krüll, Geschäftsführer der ersten Stunde.
Der Startpfiff fiel damals in der Messehalle 6 an der alten Messe in Leipzig. Die Euphorie war groß, doch schon nach zwei Jahren sollte dort wieder Schluss sein. Die Messehalle wurde abgerissen und die IceFighters standen trotz erfolgreicher Saison ohne Spielstätte da. Die Nerven aller wurden auf eine harte Probe gestellt.
„Es waren schwierige Zeiten. Doch wir haben schon damals gemerkt, dass sowohl Fans als auch Sponsoren hinter uns stehen und an uns glauben.“, so Krüll weiter.
Und dann kam es wie es kommen musste. Aus einer Schnapsidee heraus wurde die Idee eines Eishockeyzeltes geboren. Innerhalb kürzester Zeit wurde auf einer großen Freifläche in Taucha ein überdimensionales Zelt aufgebaut, Tribünen reingestellt und eine Eisfläche erschaffen.

Die IceFighters hatten eine neue Spielstätte.

„Die Stimmung im Zelt in Taucha war der reine Wahnsinn. Wöchentlich brachten die Fans die außergewöhnliche Location zum Beben. Die Jahre im Eiszelt waren ein einmaliges Erlebnis, an welches wir uns sehr gerne zurückerinnern“, schwärmt André Krüll.
Doch in Bezug auf eine langfristige Spielstätte schien nie wirklich Ruhe einkehren zu wollen.
Trotz zweier sehr erfolgreicher Spielsaisons 2013 und 2014, in denen die Mannschaft sogar jeweils den Meistertitel holte, wurde schnell klar, dass das Zelt keine dauerhafte Lösung sein würde.
2016 stand das Zelt dann vor dem Aus: 200.000 € fehlten und mussten innerhalb kürzester Zeit aufgetrieben werden. Eine schier aussichtslose Situation. Doch die IceFighters bewiesen auch da Kampfesgeist.
Sven Gerike, der seit 2015 als neuer Headcoach bei den IceFighters tätig war, rief eine Crowdfunding-Aktion ist Leben. Diese sprach sich schnell rum und erweckte fiel Aufmerksamkeit. Nach knapp zwei Wochen, mit viel Hoffen und Bangen, endete die Spendenaktion erfolgreich.

Es konnte wieder weiter gehen!

Die Saison 2017/2018 verlief unerwartet erfolgreich, die IceFighters kämpfen sich damals bis ins Viertelfinale der Playoffs. Doch das Aus der Saison hieß auch das aus im Zelt. Es stand endgültig fest, dass es keine weitere Saison im Eiszelt in Taucha geben würde. Die IceFighters standen mal erneut ohne Spielstätte da.
Die Fans und Anhänger der IceFighters feierten bei der „Zeltabrissparty“ ausgelassen, doch jeder wusste, dass die Zukunft noch ungewiss ist.

Wieder war Kämpfen angesagt!

Nach langem hin und her, unzähligen Gesprächen, Rückschlägen, aber auch Lichtblicken vermeldeten die IceFighters dann im Juli 2018, dass Sie eine neue Heimat in Leipzig gefunden haben – Den Kohlrabizirkus!
Noch zur Pressekonferenz im Sommer stand man auf Betonboden, schwer vorstellbar, dass dort in weniger als zwei Monaten ein ganzes Eisstadion stehen sollte.
Erneut war der Kampfesgeist und die Unterstützung Aller gefragt: Egal ob Fans, Sponsoren, Spieler oder auch Trainer – alle packten mit an und halfen dabei, die neue Spielstätte der IceFighters aufzubauen.

„Wir haben bis wenige Stunden vor der Eröffnungsfeier gearbeitet, damit für die Einweihung der neuen Heimat der IceFighters alles perfekt ist. Es war unglaublich zu sehen, wie viel Unterstützung wir hatten.
Ohne den Support unserer Fans und Partner hätten wir das niemals in dieser kurzen Zeit geschafft. Wir wissen, dass wir eine einzigartige Gemeinschaft hinter uns haben“, erinnert sich André Krüll.

Mit dem Umzug nach Leipzig und dem Einzug in den Kohlrabizirkus rückten die Eiskämpfer auch immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit. Die Zahl der Zuschauer und auch die Anzahl der Sponsoren wuchs weiter. Einer langjährigen Zukunft sollte nichts im Wege stehen.
Doch auch jetzt, nach gerade einmal zwei Jahren im Kohlrabizirkus, gibt es schon wieder Ärger um die Heimspielstätte der IceFighters.
„Auch jetzt müssen wir wieder kämpfen und unsere Kräfte bündeln. Trotz der aktuell schwierigen Situation blicken wir positiv in die Zukunft – wir haben noch Großes vor!“, verrät Coach Sven Gerike.
Nach turbulenten 10 Jahren müssen die IceFighters Ihren Kampfesgeist wieder unter Beweis stellen und sind dennoch glücklich über den Verlauf dieser einzigartigen Vereinsgeschichte.

Menü schließen