Ein Wölfe-Erfolg des unbedingten Willens

Ein Wölfe-Erfolg des unbedingten Willens

Selber Wölfe vs. Deggendorfer SC 3:2 n.V. (0:2; 0:0; 2:0; 1:0)

Mit einem hartumkämpften, aber letztendlich überaus verdienten 3:2 Overtime-Sieg über den Deggendorfer SC beenden unsere Wölfe die Meisterrunde und können mit einem Erfolgserlebnis in die am kommenden Freitag startenden Playoffs gegen die Tilburg Trappers gehen. Das erneut sehr stark dezimierte und nur mit 13 Feldspielern auflaufende Wolfsrudel lief über 2 Drittel einem 0:2 Rückstand hinterher, ehe eine furiose Aufholjagd gestartet wurde. Ein Doppelschlag innerhalb von nur 53 Sekunden in Form von zwei Powerplaytoren drehte die Partie. Aus einer geschlossenen Teamleistung ragten auf unserer Seite Goalie Bätge und der später eingewechselte König-Kümpel heraus, die mit ihren zahlreichen tollen Paraden letztendlich diesen Verlängerungssieg und die zwei verdienten Punkte in Selb hielten. Für König-Kümpel waren es (vermutlich) die letzten 20 Minuten Eiszeit. Da er sein aktives Karriereende nach 18 Jahren verkündete, wurde er nach Spielende frenetisch von den Anhängern gefeiert. Das Game-Winning-Goal markierte Pisarik 95 Sekunden vor Ende der fünfminütigen Verlängerung.

Deggendorfer SC schwächt Wölfe

Beide Teams mussten ersatzgeschwächt in die Begegnung gehen, auch bei den Gästen fehlten wichtige Akteure wie Greilinger oder Schembri. Gleich im ersten Drittel unsere Wölfe mit hohem Tempo, jedoch Deggendorf stand gut in der Defensive und mit dem besseren Start: Knapp zwei Minuten waren gespielt, als Bätge erstmals geschlagen war. Fomin kam durch ein sauberes Zuspiel von Pfänder an den Puck und verwandelte zur Führung. Die Niederbayern drängten im weiteren Verlauf unsere Jungs in die eigene Zone, kaum einer unserer Wölfe schaffte es für entsprechende Entlastung zu sorgen. Schiener brach einmal durch, leider ohne Erfolg, sein Schuss verfehlte das Ziel. Nach einer Strafzeit für den SC herrschte ein reger Schlagabtausch, beide Teams mit noch höherem Tempo und hochkarätigen Möglichkeiten auf beiden Seiten. Von den Zuschauerrängen wird der Ausgleich gefordert. Die beste Chance bot sich McDonald, als er von Pisarik bedient wurde. Schroth im DSC-Tor verhinderte den Ausgleich. Im sofortigen Gegenzug des Deggendorfer SC zögerten Röthke und Kischer nicht, letzterer mit einem gut überlegten Schuss baute die
Führung auf 2:0 aus.

Mitteldrittel sprichwörtlich eine Nullnummer

Unsere Wölfe starteten mit mächtig Druck ins zweite Drittel, jedoch blieb der Torerfolg aus. Das Tempo weiterhin sehr hoch, die Torraumszenen nahmen auf beiden Seiten zu. Bätge war im ganzen Mittelabschnitt jede Sekunde gefordert und hielt den zahlreichen Angriffen der Niederbayern stand. Als McDonald und Gelke auf das gegnerische Tor zustürmten, lag der Anschlusstreffer sprichwörtlich in der Luft. Aber die Wölfe-Cracks vergaben diese einmalige Chance. Eine weitere Möglichkeit zum Anschluss vergab McDonald, der bei seinem Penaltyversuch am DESC-Goalie scheiterte. Der Penalty wurde zugesprochen, nachdem Zimmermann nur durch ein Foul gestoppt wurde. Als schließlich Deggendorf kurz vor Ende des Drittels wieder zum Angriff überging, war es wieder Bätge, der mit einem starken Save im Liegen den Puck vor dem Tor abfing.

König-Kümpel der gefeierte Held

Der letzte Spielabschnitt hatte es wahrlich in sich. Für Bätge kam König-Kümpel zu seinem Einsatz, vermutlich seine letzten 20 Spielminuten. König-Kümpel hatte vor der Partie sein Karriereende nach 18 Jahren bekanntgegeben. Für die Wölfe-Cracks hieß es weiter Doppelschichten zu fahren, neben den zahlreichen Verletzten und Kranken kam auch noch Böhringer hinzu, der verletzungsbedingt nicht mehr mitwirken konnte. Die Wölfe waren heiß auf die Aufholjagd. Und es ging gut los. McDonald und Turner spielten mustergültig zusammen, legten den Puck für Silbermann so vor, dass dieser nur noch aufziehen musste, um den lang ersehnten 1:2 Anschluss zu erzielen. Es ging nervenaufreibend weiter, die Fans forderten den Ausgleich und das ließen sich unsere Jungs nicht zweimal sagen. 53 Sekunden später, erneut in Überzahl, war es Gelke, der auf Zuspiel von Kolb das vielumjubelte 2:2 markierte. Die Niederbayern fast im Gegenzug beinahe in Jubelstimmung, aber Wölfe Goalie König-Kümpel warf sich mit einem Hechtsprung dem Gegner in den Weg, verhinderte Schlimmeres und rettete das 2:2 über die Zeit.
Die Entscheidung musste in der Verlängerung fallen. Die Stimmung war am Höhepunkt, beide Teams wollten unbedingt den Sieg, agierten offensiv. Als nur noch 95 Sekunden in der fünfminütigen Verlängerung zu spielen waren, fiel dann doch noch das Tor – für unsere Selber Wölfe. McDonald und Kolb bedienten Pisarik, der den Deckel auf die Partie machte.

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