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Ein Punktgewinn gegen Tilburg

Die EXA IceFighters Leipzig und die Tilburg Trappers lieferten sich gestern Abend vor über 1000 Zuschauern einen echten Eishockeykrimi. Auch wenn in dem Spiel erstens wenig Tore fielen und zweitens am Ende die Gäste als Sieger vom Eis gingen, waren sich alle einig – das war ein ganz starkes Spiel unserer Eiskämpfer. Sven Gerike auf der abschließenden Pressekonferenz: „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft!“ Weiterhin ohne Kapitän Florian Eichelkraut, Hannes Albrecht und Erek Virch gewannen die Holländer am Ende mit 2-1 nach Verlängerung.

Das Spiel begann stark. „Wir hatten in den ersten zehn Minuten Schwierigkeiten und die lange Busfahrt steckte noch in den Beinen meiner Spieler“, befand Gästecoach David Livingston auf der Pressekonferenz. Vier Minuten nach dem Start hatte Joonas Riekkinen die ganz große Chance auf den ersten Treffer. Der niederländische Torhüter Ruud Leeuesteijn blieb aber Sieger. Das Spiel nahm noch mehr Fahrt auf. Die Defensive beider Teams spielte gut, das Umschalten in die Offensive klappte auch, aber es kam lange nichts Zählbares heraus. Bis zur 11.Minute. Da fand ein Schuss von Verteidiger Jordy van Oorschot den Weg ins Tor. Patrick Glatzel war zum ersten Mal in dieser Saison bezwungen. Das 1-0 der Gäste brachte unsere Eiskämpfer ein wenig aus dem Rhythmus und schien den Trappers Aufwind zu geben. Eine Strafe von Tim Heyter sorgte für die erste Powerplaychance des Abends. Aber das Tor machten beinahe die IceFighters. Michael Burns lief alleine auf das Gästetor zu, behielt aber leider nicht die Nerven. Gegen das starke Unterzahl fanden die Gäste in der Folge kein Mittel. Danach waren unsere Mannen wieder am Drücker, aber ein Tor wollte nicht gelingen.

Das zweite Drittel begann wie das erste. Zwei laufstarke Mannschaften, die sich nichts schenken wollten, bearbeiteten einander auf jedem Quadratmeter des Eises. Das erste Powerplay der IceFighters brachte diesmal gleich den Erfolg. Ian Farrell fälschte den Schuss von Connor Hannon unhaltbar ab. Das 1-1 in der 26. Minute war hochverdient. Tilburg reagierte im Stile einer Topmannschaft. Die komplette Mannschaft schien einen weiteren Gang nach oben zu schalten. Ein paar Minuten beeindruckten sie damit unser Team. Aber auch unsere Mannen schaffte es, das Tempo noch einmal zu erhöhen. So entwickelte sich eine hochklassige Begegnung, in der es trotz weniger großer Torchancen immer spannend war.

Im letzten Abschnitt lag den Fans das ein oder andere Mal der Torschrei schon auf den Lippen. Erst Robin Slanina, dann Marvin Miethke. Die Hausherren gaben den Ton an, aber konnten leider Ruud Leeuesteijn nicht überwinden. Auf der anderen Seite war Patrick Glatzel auch immer zur Stelle, wenn er gefordert war. So tickte die Uhr immer weiter und die Endphase des Spiels näherte sich unter den Augen vom ehemaligen Publikumsliebling „Jayjay“ „Kaspi“ Kasperczyk, der mal wieder zu Besuch im Stadion war und gebührend begrüßt wurde. Kurz vor dem Ende hatten die Eiskämpfer nochmal die große Chance auf den Siegtreffer, aber daraus wurde nichts und so ging das Spiel in die Verlängerung. Hier war es Max Hermens, der Patrick Glatzel in der 63. Minute zum Sieg bezwingen konnte.

Gemeinschaftlicher Konsens aller IFL-Anhänger nach dieser Partie blieb trotzdem: wir haben zwar faktisch am Ende verloren, aber gegen eine wahnsinnig starke Mannschaft definitiv eher einen Punkt gewonnen. Das macht Lust auf mehr von unseren Eiskämpfern!