Durch ein 2:3 gegen Selb hat Füssen den möglichen Traumstart ganz knapp verpasst.

Durch ein 2:3 gegen Selb hat Füssen den möglichen Traumstart ganz knapp verpasst.

Nach einer über weite Strecken erneut starken Vorstellung hat der EV Füssen diesmal den durchaus möglichen Sieg verpasst und den Gästen aus Selb einen glücklichen 3:2-Sieg (0:1, 0:1, 3:0) beschert. War ein Punktgewinn über 60 Minuten insgesamt verdient für den Favoriten, welcher seine starken Phasen hatte, so war die Art und Weise wie man gleich alle drei Zähler einfuhr am Ende doch schmeichelhaft, da Füssen hier zuvor dem dritten Treffer wesentlich näher war. Positiv muss auf jeden Fall vermerkt werden, dass man im Kollektiv auch eine so stark besetzte Mannschaft wie Selb am Rande einer Niederlage hatte, obwohl man weiterhin nur mit einem Kontingentspieler antreten kann.

Die Füssener spielten ein sehr gutes erstes Drittel und ließen wie schon am Freitag nur wenige gegnerische Chancen zu. Die erste Möglichkeit hatte Geisberger im Überzahlspiel der Wölfe, Verelst scheiterte zweimal, dazu musste Hötzinger bei einem Konter mit der Stockhand stark parieren. Ansonsten ließ man der überdurchschnittlich besetzten Offensive des Gegners nur wenig Entfaltungsmöglichkeiten. Auch Füssen hatte nur eine Handvoll Chancen. Zelenka, Keller, Stauder, ebenso in Überzahl die beste durch Simon, der nur knapp scheiterte. Sechs Sekunden nach Ablauf von dieser markierte der EVF aber die Führung. Marco Deubler zog ab, Dejan Vogl verwertete den Abpraller.

In den zweiten Abschnitt starteten die Ostallgäuer gleich in Überzahl, und hier dauerte es nur 15 Sekunden, ehe erneut Dejan Vogl ein Zuspiel von Deubler zum 2:0 verwertete. Selb spielte danach ein starkes Powerplay, aber die Füssener Defensive hielt. Auf der anderen Seite hatte auch der EVF Überzahlchancen, mit zwei Mann mehr scheiterte Stauder nur knapp. Die letzten zehn Minuten wurden die Wölfe dann überlegener, auch weil bei Füssen die Scheibe relativ schnell wieder verloren wurde. In dieser Phase war aber Benedikt Hötzinger der große Rückhalt, er hielt einfach alles und hatte auch bei einem Pfostentreffer von Snetsinger das nötige Glück. Payeur und Besl hatten hier bei Gegenangriffen zumindest zwei gute Möglichkeiten, es zeichnete sich aber ab, dass dieses Spiel noch lange nicht gelaufen war.

Das Schlussdrittel begann für Füssen dann auch mit einem sehr unglücklichen Gegentreffer. Eine eigentlich schon geklärte Scheibe wurde doch im Drittel gehalten und der Schuss von der blauen Linie ging zum 2:1 ins Netz. Danach machten die Wölfe Druck und hatten mehrmals den Ausgleich auf dem Schläger. Das war es dann aber zunächst mit den guten Chancen für die Gäste, denn Füssen fand zu seinem souveränen Spiel zurück und verpasste mehrmals den dritten Treffer, während für Selb nur Verelst aussichtsreich vergab. Zelenka konnte frei vor dem gegnerischen Tor die Scheibe nicht kontrollieren, in Überzahl hatten Deubler, Nadeau und Payeur große Chancen, Velebny verpasste knapp, Höfler scheiterte gar ganz frei vor dem gegnerischen Torhüter. Nichts deutete darauf hin, dass der EVF nicht punkten könnte, doch genau das passierte. Erst ging eine gute Minute vor Ende ein Schuss aus spitzem Winkel rein, und als die Füssener die letzte halbe Minute in Überzahl agieren konnten setzte sich DEL-Neuzugang Möchel gegen drei Gegenspieler hinter dem Tor durch und markierte sechs Sekunden vor Spielende per Bauerntrick sogar den glücklichen Siegtreffer für Selb. (MiL)

Tore: 1:0 (14.) Vogl (Deubler, Simon), 2:0 (21.) Vogl (Deubler/5-4), 2:1 (42.) Deeg (Miglio, Gare), 2:2 (59.) Snetsinger (Slavetinsky, Linden), 2:3 (60.) Möchel (Snetsinger/4-5).

Strafminuten Füssen 8, Selb 16.

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