Die Trainerfrage in Selb ist entschieden

Die Trainerfrage in Selb ist entschieden

Herbert Hohenberger auch im kommenden Winter hinter der Selber Bande

Zwei Spieltage vor Ende der Meisterrunde und rechtzeitig vor den am 13. März startenden Playoff-Achtelfinalspielen in der Eishockey-Oberliga, haben die Wölfe-Verantwortlichen eine wichtige und zukunftsweisende Personalentscheidung getroffen.

Herbert Hohenberger, der Ende Januar 2020 die Nachfolge von Henry Thom übernommen hat, wird auch über den laufenden Eishockeywinter hinaus an der Bande des Selber Oberligisten stehen.

Beide Seiten – Vorstand und Hohenberger – einigten sich auf eine weitere Zusammenarbeit für die Saison 2020/2021. Der Vertrag mit dem 51-jährigen Österreicher wurde in der letzten Woche unterschriftsreif verhandelt, Hohenberger selbst gab Mitte dieser Woche seine endgültige Zusage.

Wie kürzlich in einem Interview des 2.VER-Vorstandes Thomas Manzei beim Wölfe-Medienpartner Frankenpost zu lesen war, führten die Verantwortlichen zahlreiche Gespräche mit potenziellen Kandidaten. Wie Manzei dabei herausstellte, galt Hohenberger von Beginn an als ein durchaus aussichtsreicher Bewerber auf diese Stelle.

Eine große gemeinsame Schnittmenge

Der Stapel der Bewerbungen an potenziellen Kandidaten für den Trainerposten war beachtlich. Was sprach letztendlich für den sympathischen Österreicher? „Die Gespräche mit Herbert hinsichtlich eines weiteren Engagements verliefen von Beginn an sehr positiv und zielorientiert. Die Schnittmengen unsererseits und die von Herbert in puncto Vorstellungen, sportliche Weiterentwicklung und Ziele, waren sehr groß. Darüber hinaus ist Herbert ein großer Befürworter der Philosophie „dem eigenen Nachwuchs (s)eine Chance geben“ – das muss und wird noch wichtiger für uns in den kommenden Jahren werden“, so VER-Vize Thomas Manzei.

Die Besetzung der Trainerstelle hatte oberste Priorität, um auch ohne Zeitverluste in die Planungen 2020/2021 einsteigen zu können. „Herbert wird hier maßgeblich die Planungen und die Teamzusammenstellung vornehmen. Jürgen Golly und ich werden dabei beratend und auch aktiv mitwirken, vom Vorstand insgesamt wird dann noch der finanzielle Gesamtrahmen vorgegeben“, so Manzei. Die Wölfe-Vorstandschaft freut sich sehr, den bereits begonnenen Weg gemeinsam mit Herbert Hohenberger gehen zu können.

Ideale Voraussetzungen in einem super sympathischen Umfeld

Auch Coach Herbert Hohenberger selbst teilt diese Freude über seinen Verbleib im Wolfsbau. „Ich fühle mich pudelwohl in Selb, bin den Verantwortlichen sehr dankbar, die Chance bekommen zu haben, sehr spät in der Saison einsteigen zu dürfen – das ist alles mehr als unüblich. Wir haben mit der Playoff-Teilnahme unser Minimalziel erreicht…und jetzt schauen wir mal, was noch möglich ist.“ Warum sich Hohenberger letztendlich für eine weitere Saison bei den Wölfen aussprach – für den Österreicher gab es einige gute Gründe. „Beruflich hatte ich mehrere Optionen: unter anderem zuhause in Villach abseits des Eishockeys oder Angebote anderer Vereine, um als Trainer weiterzuarbeiten. Aber mich reizte die Chance, hier in Selb ein neues Team für die kommende Saison aufzubauen. Diese einmalige Möglichkeit wollte ich mir nicht entgehen lassen. Der Verein ist super aufgestellt: hochkompetentes Ärzteteam, tolle Betreuer, eine professionell arbeitende Vorstandschaft und vieles mehr. Kurzum: Ich finde in Selb die besten Voraussetzungen vor, die sich ein Trainer in der Oberliga nur wünschen kann“, so ein zufrieden wirkender Hohenberger.

Lieber Jäger als Gejagte

Auf Letzteren wird reichlich Arbeit zukommen, wenn es darum geht, einen schlagkräftigen Kader für die kommende Oberligaspielzeit 2020/2021 zusammenzustellen. Bislang hat kein Wölfe-Akteur des aktuellen Kaders ein gültiges Arbeitspapier für die neue Saison.
Aber was die neue Saison angeht, verschwendet Herbert Hohenberger aktuell noch keine großen Gedanken. Seine absolute Priorität genießen die anstehenden Herausforderungen. Auch wenn es dann für seine Schützlinge gleich gegen das Überteam der letzten Jahre, die Tilburg Trappers geht, ist der Wölfe-Coach realistisch, wie aber auch optimistisch zugleich gestimmt. „Natürlich sind wir gegen Tilburg der klare Underdog, wir können in diesen Partien völlig befreit aufspielen, der Druck liegt eindeutig bei den Trappers. Bin darüber aber gar nicht so undankbar, denn: Ich bin lieber der Jäger, als der Gejagte. Tilburg hat eine brutal starke Mannschaft, sie können ein enormes Tempo gehen. Es muss alles passen und es braucht einen super Tag, um sie an den Rand einer Niederlage zu bringen oder zu besiegen. Aber auch sie sind keineswegs unschlagbar. Zusammen mit meinem Trainerteam werden wir unsere Mannschaft bestens auf diese Duelle einstellen und dann werden wir sehen. Playoffs haben ja bekanntlich ihre eigenen Gesetze“, so Hohenberger abschließend mit einem leichten Grinsen.

Der VER Selb e.V. wünscht Herbert Hohenberger alles Gute und eine erfolgreiche Zeit in seiner Funktion als Trainer bei den Selber Wölfen – sowohl in den anstehenden Playoffs als auch in der Saison 2020/2021.

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