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Dezimierte Ice Dragons chancenlos gegen Halle

Das Beste gegeben – der Herforder Eishockey Verein unterlag in der Oberliga Nord dem Tabellenführer Saale Bulls Halle mit 3:9 (1:5/1:2/1:2) und musste anerkennen, dass mit einem stark dezimiertem Spielerkader nichts gegen das Topteam der Liga zu holen war. Gleich acht Ausfälle sorgten dafür, dass Chefcoach Michael Bielefeld lediglich noch zwölf Feldspieler und zwei Torhüter zur Verfügung standen, womit die Chancen auf Punkte bereits vor dem Spiel nahezu bei Null lagen. Die verbliebenden Akteure kämpften bei der Fanrückkehr in Herford aufopferungsvoll bis in die Schlusssekunden und vermieden zumindest eine zweistellige Niederlage.

Bereits mit dem ersten Angriff waren die Gäste erfolgreich. Der ehemalige Herforder Maurice Becker sorgte für das frühe 1:0 nach etwa 20 Sekunden und beflügelte die Saale Bulls für die kommenden Minuten. Angriff auf Angriff rollte auf das Tor von Kieren Vogel doch zunächst verhinderten die Ice Dragons den nächsten Gegentreffer. In der 10. Minute nutzte Lukas Valasek dann jedoch eine Überzahlsituation und erhöhte für Halle auf 2:0. Der Tabellenführer erhöhte noch einmal den Druck und war auf eine frühe Entscheidung aus. Erneut Lukas Valasek (13.) und Joonas Niemelä (15.) schraubten das Ergebnis auf 4:0 und als Michael Fomin gar auf 5:0 erhöhte (16.), drohte sogar ein Debakel für die Gastgeber. Doch Herford zeigte, wie so oft in der Vergangenheit Moral und brachte sich in Person von Elvijs Biezais in Überzahl noch vor der ersten Drittelpause ebenfalls auf das Scoreboard (17.).

Im zweiten Durchgang schalteten die Saale Bulls dann einen Gang zurück, ohne dabei die Spielkontrolle zu verlieren. Sergejs Stas traf in der 25. Minute zum 6:1 und der Finne Tatu Vihavainen ließ in der 33. Minute das 7:1 folgen. Dennoch zeigte sich Herford weiterhin kämpferisch und stemmte sich gegen die Niederlage. Ralf Rinke nutzte für die Ostwestfalen das nächste Powerplay und verkürzte in der 34. Minute auf 2:7, mit dem ein letztes Mal die Seiten gewechselt wurden.

Im Schlussabschnitt veränderte sich das Bild nicht. Halle blieb überlegen, Herford kämpfte aufopferungsvoll und versuchte schlimmeres zu verhindern. Patrick Schmid erhöhte zunächst in der 45. Minute auf 8:2 und nur rund 45 Sekunden später erzielte Michael Fomin seinen zweiten Treffer. Die Gäste erhöhten nun noch einmal die Schlagzahl und waren auf den zehnten Treffer aus, doch letztlich sorgte Justin Unger mit einem sehenswerten Treffer zum 3:9 in der 50. Minute für den Schlusspunkt.

„Die verbliebenden Spieler haben alles gegeben und gekämpft. Es ist so, wie es ist und wir haben halt heute nur einen kleinen Kader gehabt. Ich bin froh, dass am Sonntag spielfrei ist und hoffe, dass nächste Woche wieder Spieler aus Krankheiten und Verletzungen zurückkommen“, äußerte sich Michael Bielefeld im Anschluss an die Begegnung.

Die Ice Dragons bleiben mit 40 Punkten auf Tabellenplatz 9, Halle festigte die Spitzenposition in der Oberliga Nord. Da das Sonntagsduell bei den Crocodiles Hamburg aufgrund von Corona-Quarantänen bei den Krokodilen ausfällt, haben die Herforder Akteure Gelegenheit, sich auszukurieren und frische Kräfte zu tanken. Erst am kommenden Freitag wartet mit dem Heimspiel gegen die EG Diez-Limburg die nächste Partie. Ab 20.30 Uhr geht es dann um wichtige Punkte im Kampf um die PrePlayOff-Plätze, die der HEV unbedingt erreichen möchte.