DEB-Stimmensammlung zum Start der Vorbereitung auf die IIHF-WM 2021 in Riga/Lettland

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… zu Arbeit bei der Nationalmannschaft nach langer Pause und dem Kader für Phase eins

„Ich freue mich riesig, es gibt keinen Weg, das besser zu beschreiben. Wir haben viel geplant und lange auf diesen Tag gewartet. Wir haben im Kader jetzt Spieler, die während der Hauptrunde sehr stark gespielt haben, Spieler, die in ihrer Entwicklung sehr gute Schritte nehmen, positive Schritte nehmen. Diese Spieler wollen wir in den Kreis einbringen und für die harte Arbeit belohnen.“

… zu Zustand der Spieler und Prognose im Vergleich zum Herbst 2020

„Ich glaube schon, dass die Spieler sich sehr gut zurückgearbeitet haben. Man sollte nicht vergessen, dass alle Vereine gut gearbeitet haben, um überhaupt zu spielen. Auch die Spieler haben nicht nur mitgemacht, sondern ein tolle Arbeit gemacht und aufgepasst, so dass die Liga mit ziemlich kleinen Problemen durchgekommen ist. Das ist sehr positiv und ermöglicht uns, dass wir weiter vorangekommen sind, näher dran sind international als bei den Gedanken damals im Herbst. Wir sind auf jeden an einem besseren Punkt.“

… zu Kader für Phase eins

„Ich glaube, es geht irgendwo immer auch darum zu testen. Aber wer an Tag eins im Kader steht, hat eine bessere Möglichkeit als der, der nicht dabei ist. Jeder hat Möglichkeiten, der eine bessere, der andere niedrigere Möglichkeiten. Vielleicht kommt die Chance für manche erst nächstes Jahr, das ist alles ein Teil der Entwicklung. Aber das ist so spekulativ im Moment, dass ich nicht weiß, wieviel das derzeit bringt. Es gibt aber sicher Spieler im Aufgebot, die die WM spielen werden.“

… zu Arbeit des Bundestrainers generell

„Im Vorfeld gab es mehr Arbeit, was organisatorische Dinge angeht, sodass alles gesundheitlich gut ist. Da ist viel mehr Planung drin gewesen. Aber wenn es um Steuerung des Trainings geht, da hat sich die Arbeit wahrscheinlich nicht großartig geändert. Es geht mehr um ein gutes Hygienekonzept und dass wir es durchsetzen können.“

… zu Moritz Müller/Korbinian Holzer/Frederik Tiffels

„Wir wussten ja bis zum letzten Spieltag nicht, wer zur Verfügung steht und wer nicht. Der eine oder andere Spieler ist ein bisschen angeschlagen und braucht eine Pause. Bei den genannten Spielern kommen mehrere Sachen hinzu. Wir halten Kontakt, sie sind für uns interessant. Im Laufe der Woche werden wir mehr wissen und wenn sie zu uns kommen können, dann werden wir sie auch einladen. Für mich ist jetzt das Allerwichtigste, dass ich mit diesem Kader diese Woche arbeite, nebenbei läuft die Spielbeobachtung und dann sehen wir, wie der Kader für Phase zwei aussieht. Wichtig ist jetzt, dass wir uns auf die Jungs konzentrieren, die da sind, das steht im Vordergrund. Die Lage bei den Dreien ist überhaupt nicht schlimm, ich will nur sicher sein, dass sie gesund und frisch sind, wenn sie kommen.“

… zu Spielsystem

„Die Pläne sind, dass wir in Phase eins im Spiel ohne Scheibe sauber agieren. Das sind die ersten Gedanken, wir müssen spieltaktisch korrekt agieren, wenn wir die Scheibe nicht haben. Unsere Spielphilosophie soll aber auch schon erkennbar sein, wenn wir die Scheibe haben. Das sind die zwei Hauptziele für die erste Woche. Dann fangen wir im Laufe der Vorbereitung an, das Spiel mit der Schiebe zu entwickeln. Ich glaube, wir haben genug Zeit und ich gehe davon aus, dass nicht allzu viele neue Spieler bei der WM sind und daher alle mehr oder weniger schon in unserem Kreis waren. Einiges werden wir sicher anders machen, aber im Grundgedanken bleiben wir bei der DNA, die wir jetzt haben. Es geht dann um Kleinigkeiten wie direkt und aggressiv wir auf dem Eis agieren. Je nach unserer Analyse passen wir an.“

… zu besondere Umstände

„Im letzten Monat haben wir mit fast allen telefoniert, die irgendwo im Kreis sind. Die Rückmeldung der Spieler ist sehr positiv. Einer macht sich mehr Gedanken als der andere und fragt genauer nach dem Ablauf. Ich bin sehr positiv, dass die Spieler auch kommen, wenn wir sie einladen. Es wird nicht leicht, weil man alles anders gewohnt ist bei einer WM, aber wir kriegen das sicher hin.“

… zu größte Herausforderungen vor seinem ersten Länderspiel nach längerer Pause

„Der ganze Ablauf wird wieder neu sein. Man kann sich auf vieles vorbereiten und ich habe mir z.B. Szenen von der WM 2019 angesehen, um die Eindrücke wieder in den Kopf zu bekommen, was da alles los war – auch in der Kabine mit der Mannschaft. Ich glaube, ich komme schnell wieder rein. Ich habe auch sehr gute Leute neben mir im Staff, sodass wir uns gegenseitig unterstützen können. Ich sehe aber keine riesigen Probleme und Schwierigkeiten, man ist wahrscheinlich wieder sehr schnell drin.“

… zu möglichen Rollen von Spielern, die keine starke DEL-Saison hatten

„Der eine oder andere hat vielleicht nicht die allerstärkste Saison gespielt, aber wir hoffen, dass er durch eine andere Rolle, eine spezifischere Rolle wieder neuen Schwung bekommt. Er hat vielleicht Eigenschaften, die international sehr wertvoll sind und dann wollen wir sehen, ob der Spieler in dem Fall bei uns besser liefern kann. Wir haben Erfahrungen und wissen, was die Spieler können und wollen trotzdem schauen, dass wir sie trotz einer schwierigen Saison auf Hochleistung bringen können.“

… zu Moritz Seider

„Ich kann mich erinnern an die ersten Gespräche im Herbst, als ich mit Cory Murphy über Moritz gesprochen habe, dass er in Rögle spielen könnte. Wir dachten, das kann gar nicht besser passen dieses Jahr. Er hat eine wahnsinnig gute Chemie mit seinem Verteidigungspartner Eric Gelinas, die spielen sehr gut zusammen. Körperlich agiert der Moritz sehr robust, er ist für uns zu 100 Prozent ein interessanter Spieler. Wir lassen ihn jetzt in Ruhe, er hat mit Rögle alle Möglichketen, etwas Großes zu erreichen. Die Gespräche mit Rögle waren positiv, die Gespräche mit Detroit waren auch positiv. Es gibt sicher die Möglichkeit, dass er noch zu uns kommt.“

… zu Alexander Ehl

„Der Alex hat vielleicht mehrere überrascht mit seiner Zuverlässigkeit auf dem Eis. Ich kenne Alex seit 2018 bei der U20, da hat er in der Unterzahl und im Fünf gegen Fünf auch sehr zuverlässig gespielt. Er verhält sich sehr clever auf dem Eis, er macht viele Entscheidungen richtig, er ist läuferisch gut unterwegs und ein super netter Junge. Er ist für die Zukunft sehr interessant, denn er ist überall einsetzbar und hat sehr viel Potenzial.“

… zu NHL-Spielern bei der WM

„Ich glaube, bevor die Hauptrunde vorbei ist, bevor man wirklich alle Karten auf dem Tisch hat, muss man geduldig bleiben. Klar ist, dass wir an allen NHL-Spielern sehr interessiert sind. Wir brauchen nicht darüber diskutieren, dass sie für uns wichtig sind und viel Mehrwert zur Mannschaft bringen würden. Jetzt gibt es generell die siebe Tage Wartezeit und es kann sein, dass es schwierig ist. Es ist derzeit eine Planung nebenbei, worüber wir uns aber nicht allzu viele Gedanken machen, das läuft an der Seite derzeit.

… zu Niveau in der DEL-Saison

„Die Liga hat sich weiterentwickelt, das Tempo war zu Beginn sehr gut, dann hat man den grauen Alltag und etwas Schwankungen gesehen, vor allem mental, bevor die Gruppen zusammenkamen. Danach ist wieder Schwung reingekommen und das Play-off-Race hat wirklich das Beste aus den Mannschaften herausgeholt. Man hat am Ende sehr viele gute Spiele gesehen und es sind viele Tore gefallen, was hoffentlich an der Offensive lag, denn das könnten wir bei der Nationalmannschaft auch gut brauchen. Die Liga hat es gut gemacht, dass alles so gelaufen ist, die Spieler haben zu 1000 Prozent mitgemacht und sich die Möglichkeit gegeben, eine Eishockey-Saison zu spielen. Wenn die Entwicklung so weitergeht, dann ist das eine sehr positive Sache für das deutsche Eishockey.“

… zu Gespräche mit Spielern übers Sportliche hinaus

„Der eine oder andere äußert sich schon, ein Gespräch kann drei Minuten dauern, das andere kann 40 Minuten dauern. Das kommt auf den Spieler an. Einige Spieler fragen schon, was für ihre Karriere das Beste wäre, Andere fragen gar nicht. Sie können mich immer fragen, das wissen sie auch.“

… zu den Zielen in Richtung WM

„Der erste Gedanken ist, weiter aufzubauen von einer starken WM-Hauptrunde von 2019 und einem Viertelfinale, wo wir das Potenzial nicht ausgeschöpft haben. Es war dann schon eine längere Pause, wo wir nicht viel gespielt haben. Aber wir kriegen sicher alles hin und wenn das erste Spiel da ist, sind wir für alles vorbereitet. Das Wichtigste ist wie 2019 auch, dass wir im Jetzt bleiben und nicht viele Gedanken daran verschwenden, wo wir landen, wie das am Ende aussieht – einfach ist der richtigen Zeitzone zu bleiben, ist bei einem WM-Turnier unglaublich wichtig.“

… zu Planung in Richtung WM-Kader

„Wir haben die Möglichkeit, 28 Spieler mitzunehmen. Wenn alle Informationen auf dem Tisch sind, werden wir sehen, was das bringt, wie viel Sinn das ergibt, was das bedeutet für die Mannschaft. Die NHL-Lage ist schwierig, wir behalten das so gut im Auge wie wir können und treffen am Ende die Entscheidungen. Das ist im Moment aber viel spekulativ.“

… zu Peking 2022 im Hinterkopf

„Es sind jetzt 100 Prozent für die WM, die Gedanken dürfen nicht allzu weit weg schweben. Aber klar, man denkt schon daran an die Olympischen Spiele, dass die Zeit schnell läuft und man muss daran erinnern, dass das vor uns steht. Spieltaktisch ist wichtig: Was brauchen wir von der WM? Was können wir von der WM lernen, sodass wir auch bei Olympia unser bestes Eishockey liefern und welche Spieler dann international unter hohem Druck im Wettkampf ihre beste Leistung liefern können? Also ja, Olympia ist irgendwo in den Gedanken, aber ich will jetzt in dieser Zeit bleiben.“

… zu Spieler vom College oder aus der AHL

„Die College-Spieler, Julian Napravnik und Lukas Kälble, wäre sicher auch Optionen gewesen für Phase eins. Wir wollten aber das Risiko auf Grund der Pandemielage reduzieren, denn sie kommen aus einem College-Umfeld, das etwas anders ist als die Gesellschaft hier. Die AHL-Spieler spielen unterschiedlich die Saison zu Ende, vom 12. Mai bis 16. Mai. Sie sind auch alle interessant für uns, aber da ist die Schwierigkeit, dass die Saison lange läuft, dann, was der Spieler für eine Rolle dort hat und - anders als in der NHL - war es ein bisschen chaotisch dort. Wenn aber der Spieler körperlich und mental im richtigen Zustand ist und er uns helfen kann, dann gehen wir in die nächste Phase und schauen, ob er spielen kann und wann er bei uns sein kann.“

 

DEB-Sportdirektor Christian Künast im Online-Pressegespräch zum Start der WM-Vorbereitung …

… zum neuen Kapitel als Sportdirektor und dem organisatorischen Ablauf der kommenden Wochen

„Natürlich freue ich mich sehr und bin selbstverständlich auch motiviert. Nach mittlerweile sechs Monaten als Interimssportdirektor hat man sich auch schon sehr gut eingearbeitet. Es liegen sehr ereignisreiche Wochen und Tage vor uns und es gibt viel zu tun, aber es macht auch sehr viel Spaß.  Was momentan organisatorisch zu bewältigen ist, ist natürlich sehr viel. Wir haben drei Nationalmannschaften, die auf eine Weltmeisterschaft warten oder auf dem Weg dahin sind. Die U18 ist bereits zum WM-Ort in die USA geflogen und wir hoffen, dass da alles gut geht. Die nächsten sind die Frauen und dann natürlich das ganz große Thema, die Männer-WM mit der Vorbereitung, die am Mittwoch startet.“

… zum Testprozedere und der dazugehörigen Koordination für die Männer-Nationalmannschaft

„Das ist natürlich eine sehr schwierige Aufgabe. Aber die Spieler, die jetzt kommen, müssen mit einem negativen PCR-Test, der nicht älter als 48 Stunden alt ist, anreisen. Bevor sie in die Kabine können, werden sie einem Schnelltest unterzogen und erst, wenn dieser negativ ist, dürfen sie anschließend endgültig zur Mannschaft. Und auch da sind alle Vorschriften sehr streng, d.h. Mundschutzpflicht und tägliche Tests, abwechselnd Schnell- und PCR-Tests. Die Schnelltests werden von unserem eigenen Personal durchgeführt, d.h. von unserem Teamarzt. Der Partner für die Tests in der Vorbereitungsphase ist dasselbe Labor, dass auch die Nürnberg Ice Tigers während der Saison in der PENNY DEL genutzt haben. Da nutzen wir bestehende Strukturen und ich glaube, dass uns das sehr weiterhilft. Es ist nur an der Mannschaft, wer auch wirklich zum Team gehört, d.h. Staff und Spieler. Selbst das Organisationsteam des Deutschen Eishockey-Bundes oder alle, die zur Arena gehören, werden keinen Kontakt zur Mannschaft haben. Genauso ist es im Hotel. Die Spieler essen auf dem Zimmer. Da wird es einen geregelten Ablauf geben, wann sie ihr Essen holen können, umso wenig Kontakt wie möglich zu haben. Das ist ganz wichtig und wir versuchen alles zu tun, was in unserer Möglichkeit ist. Die Verantwortung ist groß, das wissen wir auch. Aber ein gewisses Restrisiko wird immer bestehen bleiben. Aber am Ende wollen wir sagen - und da bin ich mir sicher, dass wir das können - dass wir unserer Verantwortung gerecht geworden sind.“

… zu den grundsätzlichen Vorstellungen für die Position des Sportdirektors

„Grundsätzlich hat jeder seine eigenen Vorstellungen und Ziele. Ich glaube mein Positionsname sagt es schon. Sportdirektor, d.h. ich will mich um den Sport kümmern. Spiele gewinnen die Spieler und Trainer sind dafür verantwortlich, dass die richtigen Spieler auf dem Eis sind. Aber ich glaube, der Sportdirektor muss sehr viel außen rum leisten. Er muss sehr viel Kontakt zu seinen Trainern halten. Das gilt von der U16 bis zu den Männer-Nationalmannschaften und ebenso auch bei den Frauen. Man muss schauen, dass sozusagen das ganze Paket läuft. Was in fünf bis sieben Jahren dabei rauskommt, wird sich dann zeigen und messen lassen. Es gibt sehr viel auch für die Zukunft zu tun. Projekte, die angestoßen werden müssen. Mein Ziel wäre es, dass wir dauerhaft in die Weltspitze vorstoßen. Das ist ein sehr hohes Ziel, aber man muss sich auch hohe Ziele setzen. Es ist hoch, aber auch erreichbar, natürlich mit sehr viel Arbeit dahinter.“

… zu einer möglichen Vision oder auch Masterplan des DEB

„Ich glaube, wir haben bereits einen bestehenden Masterplan und der ist mit ‚Powerplay 26‘ vor Jahren ins Leben gerufen worden. Dieser wird in einer gewissen Form gerade von uns überarbeitet und auch an die Zukunft angepasst. Vielleicht heißt er dann ‚Powerplay 26 2.0‘ oder ‚Powerplay 2030‘. Wie bereits erwähnt, möchte ich gern Deutschland dauerhaft in der Weltspitze sehen. Natürlich ist das sehr weit vorne, aber vielleicht kommen wir irgendwann in diese Richtung. Und da sage ich bewusst vielleicht. Aber das sind unsere Ziele. Wenn es einen Masterplan im Sport geben würde, dann könnte ich den sehr gut verkaufen, aber es gibt ihn nicht. Es gibt so viele Aspekte, die man noch nicht kennt und auch nicht voraussehen kann. Da muss man einfach sehr flexibel bleiben. Natürlich wollen wir auch so viele NHL-Draftpicks wie nur möglich haben. Aber das liegt auch mit an den Vereinen und unserer Zusammenarbeit mit den Vereinen. Das ist enorm wichtig, denn ein Spieler wird immer noch im Verein gemacht und da gilt es für den Verband zu unterstützen, zu helfen oder auch mal im richtigen Moment zu mahnen.“

… zum Ablauf in Riga und den sportlichen Aussichten des Deutschen Eishockey-Bundes

„Wir wissen ungefähr, was uns erwartet. Es gibt immer wieder Meetings mit der IIHF, wo alle teilnehmenden Nationen eingeladen werden. Wir haben jetzt unsere drei Phasen mit den Spielen gegen die Slowakei, Tschechien und Weißrussland. Ab dem 11. Mai beginnt dann die erste Phase, die vollends von der IIHF gesteuert wird. Da müssen alle Spieler und auch das Staff-Team, das nach Riga reisen soll, mit einem negativen PCR-Test in die Bubble. Diese werden wir vier Tage in Nürnberg abhalten, mit denselben Bedingungen wie auch schon zuvor. Mit zwei negativen PCR-Tests steigen wir dann am 15. Mai in einen Charterflieger nach Riga, in dem nur Team Deutschland sitzt. Dort absolvieren wir eine zweieinhalbtätige Quarantäne, ebenso mit zwei PCR-Tests. Erst wenn diese Tests negativ sind dürfen die Spieler zum Training. Dann hat man in etwa zweieinhalb Tage Training. Auch hier ist nur die eigene Mannschaft zusammen und es gibt keinen Kontakt zu den anderen Teams. Und am 21. Mai startet dann die Weltmeisterschaft. Natürlich immer wieder mit regelmäßig durchgeführten Tests. Untereinander haben wir natürlich das Ziel, dass wir jetzt in die Phase eins der WM-Vorbereitung starten und uns für die anschließende Phase zwei vorbereiten. Wir haben jetzt zu Beginn eine sehr junge Mannschaft, auch eine sehr unerfahrene Mannschaft. Es gilt hier Schritt für Schritt aufzubauen, sodass man auch vor der WM schon mehr weiß und vielleicht auch konkrete Ziele benennen kann.“

… zum möglichen Einsatz von NHL-Spielern bei der WM

„Auch das ist bereits ganz klar geregelt. Man weiß es ja und ich bin auch im sehr engen Kontakt mit NHL-Verantwortlichen, da die Saison auch immer wieder verlängert wird und auch Spiele nachgeholt werden müssen. Da wissen wir jetzt natürlich noch nicht, wie das Ganze am Ende ausgeht. Aber es ist auch hier für Nachzügler alles bereits klar geregelt. Es gibt ein sogenanntes Sieben-Tage-Fenster, d.h. wenn ein Spieler nachkommt, dann muss dieser drei Tage in eine Einzelquarantäne. Dann hatte er anschließend die Möglichkeit in eine dreitätige Teamquarantäne überzugehen, d.h. er dürfte mit der Mannschaft trainieren. Somit wären wir bei sechs Tagen und am siebten Tag kann er dann in den Wettkampf eingreifen. Das ist klar vorgeschrieben von der IIHF. Es bleibt also abzuwarten, wie lange die NHL Saison geht und erst dann kann man auch fest planen, ob und wer kommen kann.“

… zur sportlichen Entwicklung der Nationalmannschaft

„Es bewegt sich was. Wir haben eine größere Breite im Kader als vielleicht noch vor fünf bis sieben Jahren. Junge Spieler streben nach. Das hilft uns auch, ebenso, dass gut gearbeitet wird innerhalb der Vereine. Sowohl die PENNY DEL als auch die DEL2 arbeiten gut, und auch die Oberliga arbeitet gut mit jüngeren Spielern. Es werden somit in mehreren Ligen junge Spieler ausgebildet und das ist auch für die Nationalmannschaft wichtig, um mögliche Ausfälle oder Absagen mit dieser angesprochenen Breite zu kompensieren. Wir sind auf einem guten Weg, haben aber auch noch viel vor uns.“

… zu möglichen Gesprächen für eine erneute Reduzierung der Kontingentspieler innerhalb der PENNY DEL

„Ich glaube, das Wichtigste ist, wenn man solche Sachen hat, dass man sie in den Gremien bespricht, die die Entscheidungen treffen. Es gibt immer mehrere Faktoren, die damit hineinspielen. Uns würde natürlich helfen, wenn mehr deutsche Spieler spielen und da sind wir auch schon auf dem Weg. Und ich denke, da haben wir auch schon einiges erreicht. Aber auch hier muss man die Liga verstehen. Auch sie hat gewisse Voraussetzungen. Aber schlussendlich muss man hier gemeinsam agieren und eine Weg finden, der für beide der Beste ist.“

… zu den möglichen Folgen der Corona-Krise sowie abgesagten Maßnahmen und Zahlen im Jugendbereich

„Erst einmal ist klar zu sagen, dass wir bisher keine Maßnahme aus finanziellen Gründen abgesagt haben. Natürlich trifft es auch den Deutschen Eishockey-Bund finanziell, wenn man keine Zuschauer hat. Ebenso hat man auch Verpflichtungen gegenüber den Sponsoren und ohne Spiele ist das auch nicht einfach. Aber wir werden aus dieser Situation, denke ich, gut rauskommen, da in den letzten Jahren hier sehr gute Arbeit geleistet wurde. Ich kann nur sagen, dass wir einen sehr guten Arbeitgeber haben, der sehr verlässlich ist. Es gibt viel zu tun, damit es weiterläuft. Es läuft derzeit auch eine Vereinsumfrage in Bezug auf die Jugend. Diese ist aber noch in der Auswertung, teilweise auch noch im Rücklauf. Ich glaube natürlich, dass es den einen oder anderen Verlust im Nachwuchsbereich geben wird. Aber dann heißt es für uns, umso mehr bereit zu sein und anzuschieben, wenn wir wissen, dass wir die Kinder wieder trainieren dürfen. Um auch dort zu unterstützen und zu helfen. Das ist wichtig. Dennoch so richtig absehbar bzw. messbar werden die Folgen des Jahres 2020/2021 meiner Ansicht nach erst in zwei bis drei Jahren sein.“

… ob derselbe Spirit wie auch 2018 zu Olympia erreicht werden kann, wenn nicht mit NHL-Spielern zu rechnen ist

„In die Zukunft schauen kann ich leider nicht, aber ich glaube schon, dass wir grundsätzlich einen sehr guten Zusammenhalt in unserer Mannschaft haben, egal wer da ist. Das beginnt außen beim Staff und geht über bis hinein ins Team. Es gibt keine großen und kleinen Gegner mehr. Wir wollen gegen jeden gewinnen und das ist eine sehr gute Einstellung. Im Sport ist alles möglich und das ist ein Punkt, an den man auch weiter glauben und an dem man festhalten sollte. Davon bin überzeugt.“