Crocodiles stolpern beim Schlusslicht

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Die Crocodiles Hamburg haben das Auswärtsspiel bei den Hammer Eisbären mit 3:6 (1:1/2:3/0:2) verloren.

Das von Verletzungspech gebeutelte Team von Trainer Jacek Plachta bekam vor der Abfahrt eine weitere schlechte Nachricht: Thomas Zuravlev musste wegen einer Entzündung am Fuß passen und fällt das Wochenende aus. So fuhren nur noch 15 Spieler und Luis Wittorf als einziger Torwart zu den Eisbären.

Der Tabellenletzte spielte zunächst munter nach vorne und brachte die Defensive der noch nicht ganz wachen Crocodiles gleich in der ersten Minuten ins Wanken, zog sich dann aber immer mehr zurück und rührte vor dem eigenen Tor Beton an. Die Hamburger setzten sich im gegnerischen Drittel fest, wurden von den Gastgebern aber weitestgehend aus der Gefahrenzone verbannt. Gefährlich wurde es für die Crocodiles aber immer wieder über Konter. So war es auch in der 15. Minute, als die Hammer schnell umschalteten und einen Angriff fuhren. Die Hamburger waren eigentlich rechtzeitig wieder zurück, räumten aber nicht effektiv genug vor dem Tor auf und gewährten einen Nachschuss, den Ex-Krokodil Gianluca Balla zum 0:1 nutzte. Die Angriffe der Hamburger wurden wütender und führten schließlich auch zum Torerfolg. André Gerartz wurde vor dem Tor bedient und netzte zum Ausgleich ein.

Das zweite Drittel begann für die Crocodiles ausgesprochen ungünstig. Nach nur 15 Sekunden bekam Kevin Orendorz zu viel Platz, nahm Maß und versenkte zielsicher zum 1:2. Knapp vier Minuten später gab es den nächsten Rückschlag für die Hanseaten, als Michal Spacek auf 1:3 erhöhte (24.). Ein individueller Fehler der Crocodiles an der gegnerischen blauen Linie bescherte Orendorz in der 33. Minute dann auch noch einen Alleingang. Der Eisbär verfehlte zwar das Tor, schoss direkt im Anschluss allerdings den liegenden Luis Wittorf an, von dessen Kufe die Scheibe ins Tor rutschte. Im Spiel der Hamburger wurde langsam Verzweiflung sichtbar. Da man spielerisch kaum zu Großchancen kam, wurde die Brechstange rausgeholt. Mit Erfolg. Patrick Saggau zog einfach mal ab und erwischte Hamms Sebastian May auf dem falschen Fuß (39.). Keine Minute später fand Adam Domogalla Dominik Lascheit im gegnerischen Slot, der halbhoch zum Anschluss traf (40.).

Hamburg hatte durch die schnelle Aufholjagd im dritten Abschnitt wieder Rückenwind, verlor aber den Faden. Immer wieder wollten die Spieler um Kapitän Norman Martens mit dem Kopf durch die Wand, liefen sich am Hammer Mauerwerk aber die Köpfe ein. Statt des Ausgleichs fiel dann plötzlich das 3:5 für die Hausherren (59.). Als die Gäste noch einmal alles nach vorne warfen und Wittorf für den sechsten Mann aus dem Tor nahmen, setzte Tobias Schwab mit dem 3:6 den Schlusspunkt.

„Hamm hat gemauert und wir haben keine Mittel gefunden. Wir haben keine gute Leistung gezeigt. Die letzten Spiele haben viel Kraft gekostet, das hat man heute gesehen. Ich hoffe, es kommen bald frische Kräfte zurück“, sagte Norman Martens.