Crocodiles schlagen Rostock trotz Verletzungspech

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Die Crocodiles Hamburg haben das Auswärtsspiel bei den Rostock Piranhas am Freitagabend mit 6:4 (0:2/1:1/5:1) gewonnen.

Vor der Partie musste Trainer Jacek Plachta ordentlich umbauen: Kai Kristian, Max Schaludek, Fabian Calovi und Michal Bezouska mussten passen, Dominic Steck und Tom Kübler verweilen schon länger im Krankenlager. Und dann fiel auch noch Torwart Niklas Zoschke aus, der beim Abschlusstraining am Morgen einen Schuss gegen den Kopf bekommen hatte. Also musste Luis Wittorf ins Tor. Der 18-Jährige hatte am Morgen sein erstes Mannschaftstraining seit einer schweren Knieverletzung im September absolviert und feierte gleich sein Debüt in der Oberliga!

Trotz der dünnen Personaldecke starteten die Gäste gut in die Partie. Vorne wurde Rostocks Nils Velm getestet, hinten wurde resolut verteidigt. Die Gastgeber wollten den vermeintlichen Vorteil nutzen, dass ein junger Debütant zwischen den Hamburger Pfosten stand, und feuerten aus allen Lagen, doch Wittorf sammelte mit den ersten Paraden Selbstvertrauen und machte einen guten Job. Nichtsdestotrotz konnten die Piranhas in der 17. Minute den ersten Torerfolg der Partie feiern und durch einen zweiten Treffer kurz vor der Pause mit einer 0:2-Führung in die Kabine gehen (20.).

Die Mannschaft um Kapitän Norman Martens musste sich sammeln, kassierte im zweiten Spielabschnitt aber gleich den nächsten Treffer. Sean Morgan erhöhte auf 0:3 (27.). In der 30. Minute sorgte Norman Martens mit dem Anschlusstreffer zwar dafür, dass das Momentum wieder auf Seiten der Crocodiles war, doch die Hamburger konnten zwei Überzahlsituationen nicht nutzen und mussten erneut mit einem Rückstand von zwei Toren in die Pause.

Im letzten Drittel nutzten die Rostocker ihrerseits eine Überzahl und erhöhten auf 1:4 (44.). Doch der Deckel war damit noch nicht drauf. Die Hausherren schwächten sich mit zwei Strafen und Patrick Saggau verkürzte in doppelter Überzahl auf 2:4 (47.). Hamburg blieb dran und belohnte sich: mit zwei Toren in nur 66 Sekunden sorgten Tobias Bruns (52.) und Vicor Östling (53.) für den Ausgleich und rund vier Minuten später drehte Dominik Lascheit mit dem 5:4 das Spiel (57.).

Die Piranhas nahmen noch einmal den Torwart raus und machten Druck, doch die Defensive der Crocodiles hielt stand. Als Dennis Reimer und Harrison Reed kurz vor dem Spielende ins Forechecking gingen, landete ein Rückpass der Rostocker auch noch im eigenen Tor (60.).

„Ich kann das überhaupt nicht fassen und finde keine Worte für das, was ich gerade empfinde. Erstes Spiel nach so langer Verletzungspause, ein Sieg, von den Jungs zum MVP gewählt - Unglaublich. Das Team hat unglaublich gearbeitet und in den letzten Minuten bestimmt zehn Schüsse geblockt. Einfach großartig!“, sagte Luis Wittorf nach dem erfolgreichen Debüt.