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Auch in Lindau gibt es für den EVF nach schwachem Start nichts zu holen

Durch ein 2:5 bei den Lindau Islanders (0:3, 1:0, 1:2) machte der EV Füssen das Null-Punkte-Wochenende komplett und rutschte in der Tabelle auf den zehnten Platz ab. Drei völlig unterschiedliche Abschnitte prägten die auf nicht besonders hohem Niveau stehende Partie am Bodensee. Ein wieder einmal völlig verschlafenes Startdrittel der Füssener, ein Mittelabschnitt, der eigentlich ausgeglichen war, den EVF aber durch äußerst kleinlich pfeifende Schiedsrichter achteinhalb Minuten in Unterzahl brachte, sowie ein überlegenes Schlussdrittel, dass aber dennoch mit 1:2 verloren wurde. So konnte das Schlusslicht seinen ersten 3-Punkte-Sieg feiern, während man im Ostallgäu nach den letzten beiden Spielen viel Arbeit in der Deutschlandcup-Pause haben wird. Trainer Marko Raita war mit der Vorstellung einiger Spieler jedenfalls alles andere als zufrieden.

Durch drei Strafzeiten brachte sich der EVF schnell in Bedrängnis. Das erste Powerplay des Gegners störte man eigentlich sehr gut, agierte aber zu offensiv. Dadurch stand plötzlich Andreas Farny frei vor dem Tor und verwandelte nach drei Minuten zur Führung. Füssen antwortete mit vielen Schüssen auf das gegnerische Tor, allerdings unterlief in der Defensivarbeit schon bald der nächste schwere Fehler. Wieder war Farny frei vor dem Tor und machte das 2:0. Ein dritter Lindauer Treffer von der blauen Linie wurde wegen Torraumabseits nicht gegeben. Der nächste Angriff saß aber, Benedikt Hötzinger bugsierte die Scheibe unglücklich über die eigene Linie. Pius Seitz hätte sofort antworten können, verzog aber aus bester Position. Auch bei zwei eigenen Powerplays hatten die Füssener sehr gute Chancen durch Besl und Straub. Am Ende musste man aber froh sein, dass Schwamberger sein Break nicht zum vierten Treffer unterbrachte.

Im Mitteldrittel war der EVF wesentlich besser im Spiel, bekam nun aber einen zusätzlichen Gegner. Gleich fünfmal musste man in Unterzahl ran, ganz normale Zweikämpfe um die Scheibe unterlagen einer ganz besonderen Bewertung. Man muss allerdings auch sagen, dass man sich hier nicht besonders geschickt anstellte. Der EVL hatte dadurch seine Chancen in Überzahl, während die Füssener bei den vier Pausen zwischen den Strafzeiten ihre Möglichkeiten hatten. Als sich Marc Besl hinter dem gegnerischen Tor die Scheibe eroberte, fiel das 3:1 durch Sam Payeur. Der Kanadier hatte dann bei einem Break noch Pech, als der heraus eilende Nemec gerade noch vor ihm an den Puck kam.

In Füssener Unterzahl ging es ins letzte Drittel. Wieder komplett war der EVF nun die überlegene Mannschaft, die aber wieder zu viele Chancen brauchte. Und hinten zeigte man sich zweimal nicht sattelfest. Ein Schlagschuss ins kurze Eck bedeutete das 4:1 durch Simon Klingler, nach dem zweiten Füssener Treffer durch Julian Straub sorgte ein kapitaler Fehlpass im eigenen Drittel für das 5:2 durch den dritten Treffer von Farny. Da war das Spiel natürlich entschieden, auch wenn der EVF bis zum Ende nicht aufgab und sich noch eine ganze Reihe großer Möglichkeiten erarbeitete, gerade als man den Torhüter gegen einen sechsten Feldspieler ersetzt hatte. Mit dieser Einstellung von Anfang an wäre das Anfangsdrittel sicherlich anders gelaufen. So stand am Ende aber der erste und auch verdiente 3-Punkte-Sieg für Lindau auf der Anzeigetafel. (MiL)