Artur Frank im Interview: Wir sind natürlich nicht zufrieden!

Artur Frank im Interview: Wir sind natürlich nicht zufrieden!

Nach dem Abstieg aus der DEL2 ist für das gesamte Deggendorfer Eishockey klar: Alles andere als Spitze in der Oberliga passt nicht zum Selbstverständnis. Da sind sich Verantwortliche und Zuschauer einig: Im Moment liegen eigener Anspruch und Realität weit auseinander. Vorstand Artur Frank stellt sich in dieser schwierigen Phase einigen unangenehmen Fragen.

Artur, in der aktuellen Saison läuft es für den DSC nicht rund. Nur 16 Punkte aus 11 Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Wie siehst du die Situation?

Artur Frank: „Ich glaube, dass es da keine zwei Meinungen gibt und die Fans dürfen unserem Eishockeyverstand ruhig so weit vertrauen, dass wir auch sehen, dass es nicht so läuft, wie wir uns das vorgestellt haben. Natürlich sind wir mit dem Verlauf der Saison und mit den Leistungen der Mannschaft auf dem Eis nicht zufrieden.“

Was hast du als Gründe für die mangelnden Leistungen ausgemacht?

AF: „Es ist nachvollziehbar eine schwierige Saison. Da kommen viele Faktoren zusammen, ohne die es wahrscheinlich leichter wäre. Da ist das Fehlen der Fans. Die haben uns in den letzten Jahren auch in solchen Phasen mal einen Push gegeben. Auf der anderen Seite haben wir die Mannschaft um Thomas Greilinger herum aufgebaut. Dass er fehlt, trifft uns bei einem solchen Spieler extrem und ich denke, dass jedem klar ist, dass ein Spieler dieser Klasse und auch der Greile als Führungspersönlichkeit nicht ersetzbar ist. Wir müssen jetzt aber wegkommen von den Gründen zu den Lösungen.“

Du hast es angesprochen: Was siehst du an Lösungsmöglichkeiten?

AF: „Wir haben in den letzten Tagen und Wochen sehr intensiv mit den Spielern und Henry Thom gesprochen. Natürlich ist es auch normal, sich in einer solchen Situation über personelle Konsequenzen Gedanken zu machen. Hauruck-Aktionen sind aber nicht unser Stil und wir haben in den Gesprächen einige Punkte ausgemacht, die wir angehen wollen. Das ist alles für sich nichts Großes, aber am Ende ist das doch jede Menge Sand im Getriebe. Wir haben am kommenden Wochenende nur 1 Auswärtsspiel in Weiden und somit Zeit bis zum nächsten Heimspiel am 18.12. um einige Punkte abzuarbeiten. Was mich optimistisch macht, ist die Tatsache, dass wir Spieler auch auf Grund ihres Charakters geholt haben und diese Charaktereigenschaften habe ich auch in den Gesprächen gespürt. Die Spieler sind selbst unzufrieden und wollen etwas erreichen. Das ist eine gute Basis, mit der man arbeiten kann.“