Arbeitssieg! Starbulls schlagen Weiden 3:1

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Die Starbulls Rosenheim haben am Sonntagabend das Heimspiel in der Eishockey-Oberliga Süd gegen die Blue Devils Weiden mit 3:1 gewonnen. Die Gäste gingen bereits in der ersten Spielminute in Führung und die Grün-Weißen fanden nur langsam in den Spielrhythmus. Kurz vor der ersten Pause gelang Kyle Gibbons aber der Ausgleichstreffer. Tobias Meier brachte die Starbulls im zweiten Drittel erstmals in Führung und Curtis Leinweber sorgte im letzten Spielabschnitt für den 3:1-Endstand.

Bei den Starbulls fehlten neben U20-WM-Fahrer Enrico Henriquez Morales auch weiterhin Verteidiger Dennis Schütt und die Stürmer Sebastian Stanik und Kevin Slezak. Zusätzlich musste Trainer John Sicinski auf Verteidiger Maximilian Vollmayer und Stürmer Kilian Steinmann verzichten. Und die Grün-Weißen trafen auf selbstbewusste Gäste, die am Freitag souverän und auch in der Höhe verdient den Deggendorfer SC mit 6:1 besiegt hatten. Auch im ROFA-Stadion suchten die Oberpfälzer ihr Heil sofort in der Offensive und durfte nach 58 Sekunden bereits jubeln. Trainer-Filus Luis Latta schubste den von Edgars Homjakovs auf das Rosenheimer Tor geschossenen Puck unmittelbar vor dem verdutzten Torwart Andreas Mechel zum 0:1 über die Linie (1.).

Die Starbulls taten sich schwer mit den körperlich sehr präsenten Blue Devils, die ihrerseits oft gefährlich vor das Rosenheimer Tor kamen, wenn die Paradereihe mit Philipp Siller, Martin Heinisch und Tomas Rubes auf dem Eis war. Zwar schossen die Hausherren im ersten Drittel fast dreimal öfter aufs Tor als die Gäste, klare Torchancen aber hielten sich die Waage. Bei den blauen Teufeln traten dabei Rubes und Heinisch in Erscheinung, bei den Starbulls Alexander Höller und Curtis Leinweber.  In der Schlussphase des ersten Drittels erspielten sich die Grün-Weißen erstmals eine Dominanz und erzwangen den Ausgleichstreffer. Nachdem der starke Timon Bätge im Weidener Gehäuse einen Handgelenkschuss von Kyle Gibbons akrobatisch entschärfte setzte Leinweber nach. Erneut parierte Bätge, doch Gibbons staubte aus der Drehung erfolgreich zum 1:1 ab (19.).

Mit Rosenheimer Überlegenheit ging es nach der ersten Pause weiter, vor dem Tor ließen die Hausherren aber die letzte Konsequenz vermissen. Dies zeigte sich auch in Überzahl, als Gibbons das Spielgerät nicht zwischen Pfosten und Torwartkufe vorbeibrachte (32.). Sekunden später wurde ein Schuss von Leinweber geblockt, trudelte durch den Torraum und um Millimeter am Pfosten vorbei. Eine knappe Minute lang hatten die Starbulls sogar zwei Spieler mehr als der Gegner auf dem Eis, agierten dabei aber sehr statisch. Bei der einzigen klaren Abschlussmöglichkeit in dieser Phase schoss Höller aus zentraler Position dem Gästekeeper auf den Brustpanzer (33.). Als Weiden wieder komplett auf dem Eis war, zog Michael Kirchberger von der blauen Linie ab und traf den Pfosten (35.). Ein schlimmer Fehlpass von Dominik Müller leitete schließlich den zweiten Rosenheimer Torerfolg ein. Simon Heidenreich schaltete schnell und legte mustergültig quer auf Tobias Meier, der sich frei vor Torwart Bätge nicht zweimal bitten ließ und aus kurzer Distanz seinen neunten Saisontreffer markierte – 2:1 (36.).

In den letzten Spielabschnitt gingen die Oberpfälzer ohne  Sturmtank Heinisch, der Sekunden vor der Pausensirene in die Kabine gehumpelt war. Dem Spiel der Oberpfälzer merkte man das aber nicht an. Starbulls-Keeper Mechel musste allerdings nur selten entscheidend eingreifen, da seine Vorderleute nur wenige Weidener Abschlüsse aus gefährlichen Positionen zuließen. Vor allem Stürmer Leinweber glänzte mit defensiver und effektiver Einsatzbereitschaft – und sorgte außerdem für den dritten Rosenheimer Treffer. Von Gibbons im Slot eingesetzt, versenkte er die Scheibe per Rückhand im kurzen Eck zum 3:1 (48.). Dominik Müller, der die Rolle von Heinisch im Gästesturm eingenommen hatte, hatte die große Chance zum Anschlusstreffer, scheiterte aber aus kurzer Distanz am glänzend reagierenden Torwart Mechel und wurde beim Nachschuss aufs offene Tor von Leinweber entscheidend gestört (54.). Die Schlussoffensive der Oberpfälzer mit zusätzlichem Feldspieler und ohne Torwart in den letzten drei Minuten verpuffte wirkungslos, so dass der verdiente Rosenheimer Arbeitssieg nicht mehr in Gefahr geriet.

Starbulls-Trainer Sicinski war vor allem mit der kämpferischen Leistung seiner Mannschaft zufrieden: „Das war in dieser Hinsicht eine gute Antwort auf das Spiel am Freitag in Höchstadt, wo wir nicht mehr als den einen Punkt verdient hatten. Die vielen jungen Spieler haben ihre Sache gut gemacht.“ Gästecoach Ken Latta war mit dem Auftritt seiner Mannschaft im zweiten Spielabschnitt unzufrieden: „Da haben wir alles, was wir im ersten Drittel richtig gemacht haben, falsch gemacht. Im letzten Drittel hat meine Mannschaft dann gekämpft und alles versucht, aber wenn man nur ein Tor schießt, dann ist es schwierig ein Spiel zu gewinnen.“

Bereits am Dienstag sind die Starbulls Rosenheim erneut im Einsatz. Dann geht es auswärts gegen die Lindau Islanders um Oberliga-Punkte. Die Partie beginnt um 19:30 Uhr und wird über das Portal www.sprade.tv live übertragen.