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7:3-Sieg in Hamburg bringt „Matchpuck“ für Dienstag

Die Starbulls Rosenheim haben auch das zweite Spiel der Playoff-Achtelfinalserie der Eishockey-Oberliga gegen die Crocodiles Hamburg gewonnen. Am späten Sonntagnachmittag feierten die Grün-Weißen vor 922 Zuschauern einen 7:3-Auswärtserfolg im „Eisland Farmsen“. Sechs Rosenheimer Spieler konnten sich in die Torschützenliste eintragen, der stark spielende Curtis Leinweber traf zweimal. Nach dem 4:2-Heimsieg zum Auftakt am Freitag haben die Starbulls nun bereits einen „Matchpuck“, können also mit einem weiteren Heimsieg den Einzug ins Viertelfinale perfekt machen. Die dritte und somit möglicherweise schon letzte Achtelfinalpartie zwischen Rosenheim und Hamburg findet am Dienstag im ROFA-Stadion statt, Anpfiff ist um 19:30 Uhr.

Die Starbulls, die bereits am Samstag die Busfahrt nach Hamburg absolvierten, starteten im fast 900 Kilometer entfernten Spielort deutlich souveräner in die Partie als zwei Tage zuvor auf eigenem Eis. Die gastgebenden Crocodiles fanden zunächst kein Mittel, gegen die taktisch klug und in der Defensive konsequent und sicher auftretenden Grün-Weißen zu gefährlichen Torschüssen zu kommen. Dem ersten Rosenheimer Überzahlspiel – es sollte auch das einzige bleiben! – entsprang der Führungstreffer: Zack Phillips zog direkt aus dem linken Bullykreis ab, Marc Schmidpeter lenkte den Puck entscheidend ab (12.). Kurz vor Ende eines insgesamt chancenarmen ersten Spielabschnitts gelang den Hausherren der Ausgleichstreffer zum 1:1: Victor Östling nahm einen Rückpass von Harrison Reed direkt und traf ins rechte obere Eck (19.).

Nach der Pause knüpften die Starbulls an ihren überzeugenden Auftritt im ersten Spielabschnitt nahtlos an, demonstrierten effektiven Umgang mit ihren Torchancen und zogen auf 1:5 davon. Zunächst sorgten Curtis Leinweber (23.) und Dominik Daxlberger (24.) für einen Doppelschlag, dann trugen sich mit Aaron Reinig (29.) und Steffen Tölzer (32.) zwei Verteidiger in die Torschützenliste ein. Die Hamburger Chanen wurden dagegen zur sicheren Beute des erneut stark spielenden Andreas Mechel zwischen den Rosenheimer Pfosten. Gegen Ende des zweiten Drittel schlichen sich aber Nachlässigkeiten in die grün-weißen Defensivarbeit ein. Nach einem unnötigen Scheibenverlust in der neutralen Zone arbeitete sich Harrison Reed durch die nicht konsequent zupackende Rosenheimer Abwehr und versenkte die Scheibe im rechten oberen Eck zum 2:5 (35.). Beim ersten – und ebenfalls einzigen – Hamburger Powerplay der Partie wurde Dominik Lascheit nicht angegangen und verkürzte quasi mit einer Kopie seines Treffers zum 2:2 am Freitag in Rosenheim auf 3:5 (38.).

Im letzten Drittel versuchten die Gastgeber alles, den Anschlusstreffer zu erzielen. Doch die Starbulls wehrten sich erfolgreich, hatten bei einem Hamburger Pfostentreffer aber auch Glück. Einem perfekt vorgetragenen Gegenstoß entsprang schließlich der vorentscheidende Treffer zum 3:6. Maximilian Vollmayer legte prima vor und Curtis Leinweber verwandelte technisch brillant, indem er Torwart Kai Kristian austanzte und einschob (48.). Bereits fünf Minuten vor der Schlusssirene zog Crocodiles-Coach Henry Thom seinen Torwart, doch die Starbulls agierten gegen die sechs Hamburger Feldspieler unaufgeregt, ließen keine gefährlichen Schüsse mehr zu und konnten sich immer wieder befreien. Wie schon am Freitag in Rosenheim gelang Alexander Höller sogar noch ein Empty-Net-Goal (59.).

Der Rosenheimer Auswärtssieg war verdient, fiel mit 7:3 aber deutlicher aus, als die Geschehnisse auf dem Eis waren. Gleich zweimal verhinderte zudem das Eisen das von Andreas Mechel gut gehüteten Rosenheimer Tores einen Hamburger Treffer. Bemerkenswert war, dass die intensive Partie so fair geführt wurde, dass lediglich zwei „echte“ kleine Strafen – Norman Martens auf Hamburger, Maximilian Vollmayer auf Rosenheimer Seite – ausgesprochen wurden (eine kleine Bankstrafe für die Starbulls wegen zu vielen Spielers auf dem Eis 15 Sekunden vor Schluss hatte nur noch statistischen Charakter).

Spiel drei der Playoff-Achtelfinalserie findet bereits am Dienstag um 19:30 Uhr in Rosenheim statt. Tickets dafür sind online auf www.starbulls.de buchbar oder ab zwei Stunden vor dem ersten Bully an der Abendkasse am ROFA-Stadion erhältlich. Die Partie wird auch live auf www.sprade.tv übertragen. Mit einem Heimsieg könnten die Starbulls den Einzug in das am 1. April beginnende Viertelfinale der Eishockey-Oberliga bereits perfekt machen (ein weiteres Auswärtsspiel in Hamburg, das auf Freitag um 20 Uhr terminiert ist, wäre dann nicht mehr nötig). – mh