4:6 – Rostock Piranhas geraten völlig von der Rolle

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Im Nordderby gegen die Hamburg Crocodiles verspielen die Raubfische im Schlussdrittel eine 4:1-Führung.

Bitterer Freitagabend für die Rostock Piranhas in der Eishockey-Oberliga Nord: Der REC verspielte im Nordderby gegen die Hamburg Crocodiles eine 4:1-Führung und verloren am Ende noch mit 4:6 (2:0, 1:1, 1:5). Dabei verspielten die Raubfische wertvolle Zähler im Kampf um die Pre-Play-offs.

Dabei legten die Hausherren einen ordentlichen Start ins erste Drittel hin und kamen zu reichlich Chancen. Allerdings dauerte es bis zur 17. Minute, ehe Tom Pauker, der nach abgesessener Spieldauer wieder dabei war, den REC in Führung schoss. Auch Matthew Pistilli, der nach mehrwöchiger Verletzungspause sein Comeback feiert, trug sich in die Scorerliste ein. Der Angreifer gab jeweils die Vorlage zum 2:0 durch Sean Morgan (20.) und Lukas Koziol (27.). Allerdings zeigte sich im zweiten Durchgang, dass die Hamburger nicht gewillt waren, die Punkte kampflos in Rostock zu lassen.

Die Crocodiles erhöhten nach und nach den Druck und kamen fast folgerichtig zum 1:3 (30.). Glück hatten die Piranhas bei einem Schuss an den Innenpfosten von Vojtech Suchomer. Das hätte schon der Anschluss für die Gäste sein können. Zum Ende des zweiten Drittel sowie zu Beginn der Schlussabschnitts mussten die Rostocker vier Minuten in Unterzahl spielen, da Tom Pauker zwei Strafen kassierte. Mit viel Einsatz überstand der REC die Phase aber ohne Gegentreffer.

Vielmehr noch: Gleich die erste Zwei-Minuten-Strafe für die Hamburger nutzten die Piranhas um den Drei-Tore-Abstand wiederherzustellen. Christian Bauhof traf zum 4:1 in Überzahl (44.). Die Freude darüber war jedoch nur von kurzer Dauer, denn als Sean Morgan und Matthew Pistilli auf der Strafbank saßen, verkürzte Hamburg in 5:3-Überzahl auf 2:4 (47.). Und es wurde noch spannender, denn die Crocodiles, die bislang zwei von drei Saisonpartien gegen den REC verloren hatten, verkürzten auf 3:4 (52.). Weitere 66 Sekunden später hieß es 4:4 (54.).

Die Raubfische waren jetzt völlig von der Rolle und konnten den cleveren Gäste nur noch wenig Gegenwehr bieten. Gut drei Minuten vor dem Ende musste der REC dann das 4:5 hinnehmen. Negativer Höhepunkt war jedoch das 4:6. Rostock hatte für einen zusätzlichen Feldspieler den Keeper vom Eis genommen, doch Stürmer August von Ungern Sternberg unterlief ein Eigentor, das im Eishockey aber nicht gibt, sodass der Treffer einem Gästespieler zugeschrieben wurde.

„Ich bin sehr enttäuscht. Wir haben es teilweise viel zu kompliziert gemacht. Es fing schon im zweiten Drittel, als wir noch 3:0 führten. Da haben wir unverständlicherweise den Fuß vom Gaspedal genommen“, so REC-Coach Chris Stanley.