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2:1-Arbeitssieg der Starbulls in Höchstadt

Die Starbulls Rosenheim gingen am Sonntagabend nach zuvor drei Niederlagen in Folge endlich wieder als Sieger vom Eis. Beim 2:1-Auswärtserfolg gegen den Höchstadter EC am 22. Spieltag der Eichockey-Oberliga Nord sorgte ein später Treffer von Kapitän Dominik Daxlberger dafür, dass die Grün-Weißen am zweiten Weihnachtsfeiertag alle drei Punkte mit auf die Heimreise an die Mangfall nehmen konnten. Starbulls-Cheftrainer John Sicinski sprach nach dem Spiel von einem Arbeitssieg.

Nach einem von Dominik Daxlberger gewonnenen Bully in der Höchstadter Zone spielte Steffen Tölzer die Scheibe zum rechts an der blauen Linie freistehenden Tobias Draxinger, der sofort abzog – und der inzwischen vors Tor der Gastgeber gefahrene Daxlberger lenkte die Scheibe in Hüfthöhe mit dem Stock noch leicht ab, sodass sie genau unter die Latte zur 2:1-Führung für Rosenheim einschlug. In den verbleibenden 101 Sekunden bis zur Schlusssirene drückten die Hausherren mit zusätzlichem Feldspieler und ohne Torwart noch einmal gewaltig, aber die Starbulls verhinderten mit großem Kampf, viel Einsatz und einem – schon die ganze Partie über – starken Torwart Christopher Kolarz den noch mehrfach möglichen Ausgleich zum 2:2. 

Kurz vor dem Rosenheimer Siegtreffer hatten die Starbulls Glück, dass ein satter Schuss von Markus Babinsky bei einem Höchstadter Powerplay an die Latte klatschte (57.). Zuvor verhinderte Kolarz mit einer Glanzparade gegen den frei vor ihm zum Abschluss kommenden Martin Kokes den Führungstreffer der konternden Aischgrund-Alligatoren (54.) in einer Phase, als die Starbulls die Partie dominierten, die Gastgeber aber bei ihren Gegenstößen stets gefährlich waren.

Insgesamt war es die erwartete schwere Aufgabe, welche die Starbulls beim drei Tage zuvor mit sage und schreibe 10:2 in Passau erfolgreichen Tabellensiebten im Aischgrund meistern mussten. In die Karten spielte den Grün-Weißen, dass sie gegen einen in den Anfangsminuten überlegenen Gegner ihre erste Torchance zum Führungstreffer nutzen konnten. Curtis Leinweber umspielte HEC-Keeper Benjamin Dierksen kaltschnäuzig und netzte cool zum 0:1 ein, nachdem sich die Scheibe nach Schuss von Alexander Bieberger und Nachsetzen von Marc Schmidpeter im Slot entsprechend verwertbar präsentierte (7.). Danach lag einige Male das 0:2 in der Luft. Kevin Slezak scheiterte nach Klassepass von Leinweber ebenso frei am starken HEC-Keeper Dierksen – er wurde wie sein Gegenüber Kolarz zurecht als „Man Of The Match“ seines Teams ausgezeichnet – wie Schmidpeter beim Nachschuss (10.). Auch Zack Phillips und der nachsetzende Max Brandl (16.) konnten Dierksen nicht überwinden.

Dem ersten von nur zwei Rosenheimer Überzahlspielen an diesem Abend entsprangen kurioser Weise beste Höchstadter Ausgleichschancen kurz vor der ersten Pause. Nach einem Puckverlust von Daxlberger scheiterte der in Unterzahl alleine auf Kolarz zusteuernde Thilo Grau (18.) ebenso wie Jannik Herm (20.), als er gerade von der Strafbank zurück auf das Eis gekommen war. Doch Herm durfte über seinen Ausgleichstreffer im zweiten Spielabschnitt jubeln. Nach einem Rückpass von Michail Guft-Sokolov zog er aus kurzer Distanz direkt ab und traf unhaltbar ins rechte untere Eck zum 1:1 (29.). Jetzt waren es die Höchstadter, die quasi aus dem Nichts trafen, während die Starbulls das Spiel machten und auch defensiv alles im Griff zu haben schienen.

Das zweite Rosenheimer Powerplay in der Schlussphase des zweiten Drittel verdiente seinen Namen schließlich auch, doch Dierksen verhinderte mit bravourösen Rettungstaten mehrfach, insbesondere gegen Brad Snetsinger (35.), das zweite Höchstadter Gegentor. Im zunächst offenen Schlagabtausch des letzten Drittels hatten die Starbulls die Mehrzahl an Offensivaktionen, die auf schnelle Konter lauernden Hausherren aber eine adäquate Anzahl an guten Torchancen. Doch im Gegensatz zu den letzten drei Spielen war diesmal das entscheidende Quäntchen Glück endlich wieder einmal auf Rosenheimer Seite. 

„Höchstadt hatte auch wegen der frühen Strafe nach einer Minute gegen uns zu Beginn Oberwasser. Wir haben zehn Minuten gebraucht, um unseren Rhythmus zu finden. Im zweiten Drittel waren wir dann aber näher am 2:0 dran, als Höchstadt am 1:1. Es war ein Arbeitssieg, aber die Einstellung meiner Mannschaft hat mir besser gefallen, als in den Spielen zuvor“, lautete das Fazit von John Sicinski, der mit seiner Mannschaft bereits am Dienstag um 20 Uhr das nächste Auswärtsspiel zu bestreiten hat. Die Starbulls sind dann zu Gast bei den Passau Black Hawks.